Zum Inhalt springen
Zurück zum Ratgeber Einsteiger

Reselling starten: Einstieg mit kleiner Palette

Reselling mit kleinem Start: Was Wiederverkauf wirklich bedeutet, wann ein Gewerbe nötig ist und welche rund 600 Artikel eine Palette für Ihren Einstieg enthält.

Von Ahmad Hadri 12. September 2026 6 Min.

Was ist Reselling – und was ist es nicht?

Reselling bedeutet, erworbene Ware in eigenen Kanälen wieder zu verkaufen: Sie kaufen eine gebündelte Partie, etwa eine Palette mit ungeöffneten Amazon-Retouren oder neue Überbestände, und geben die enthaltenen Artikel einzeln weiter. Wer nach dem Stichwort sucht, meint meist genau diesen Einstieg mit überschaubarem Kapital und ohne eigenes Ladengeschäft.

Was Reselling nicht ist: ein Garant für schnelles Einkommen, ein reines Auspack-Vergnügen oder ein Modell ohne Arbeit. Jede Palette verlangt Sortierung, Prüfung, Fotos, Lagerplatz und Zeit für Angebot und Versand. Wer diesen Aufwand von Beginn an ehrlich einplant, trifft eine tragfähige Entscheidung statt einer Hoffnung.

Gleichzeitig ist der Überraschungscharakter ungeöffneter Retouren Teil des Modells – und kann positiv betrachtet werden: Sie erhalten ein breites, unsortiertes Gemisch an Artikeln, das Ihnen beim Auspacken täglich Abwechslung bietet. Transparenz besteht über die Zustandsklassen A-, B- und C-Ware, sodass Sie vorab wissen, mit welcher Qualität Sie rechnen.

Wie funktioniert Reselling in der Praxis?

Der Ablauf läuft in vier wiederkehrenden Schritten: Einkauf einer Partie, Sortierung und Prüfung der Artikel, Angebot über einen oder mehrere Kanäle sowie Versand und Auswertung. Beim Einkauf gilt bei RetourenDirekt ein einheitlicher Bestellablauf für alle Kundinnen und Kunden; die Lieferung erfolgt innerhalb von 2 bis 5 Werktagen in Deutschland und der EU.

Der Verkauf selbst findet dort statt, wo Ihre Zielgruppe kauft: auf Marktplätzen, Plattformen für gebrauchte Mode, über Kleinanzeigen, auf dem Flohmarkt oder im eigenen Shop. Pro Artikel entscheiden Sie, welcher Kanal passt – schnell drehende Alltagsartikel anders als besondere Einzelstücke.

Wichtig für die Einordnung: Der Kauf einer Palette erfordert kein Gewerbe. RetourenDirekt verkauft EU-weit an Unternehmen und Privatpersonen. Wer allerdings regelmäßig mit Verkaufsabsicht handelt, muss in der Regel ein Gewerbe anmelden – das ist eine Pflicht des Wiederverkäufers gegenüber dem Staat, keine Bedingung des Shops. Eine Umsatzsteuer-Identifikationsnummer ist optional; wird sie angegeben, prüft der Shop sie über das VIES-Verfahren.

Privater Ausräumverkauf oder gewerblicher Weiterverkauf?

Nicht jeder Wiederverkauf ist gleich zu bewerten. Wer gelegentlich eigene, nicht mehr gebrauchte Artikel verkauft, bewegt sich im privaten Rahmen. Wer dagegen Ware gezielt einkauft, um sie regelmäßig weiterzuverkaufen, handelt gewerblich und muss dies in der Regel anmelden. Die Pflicht liegt beim Wiederverkäufer, nicht beim Anbieter der Paletten.

Wo genau die Grenze verläuft und welche Pflichten – etwa zu Steuern und Aufzeichnungen – in Ihrer Situation entstehen, kann dieser Artikel nicht verbindlich festlegen. Für verbindliche Auskünfte zu Schwellenwerten und Formalitäten empfehlen wir die Rücksprache mit einem Steuerberater oder der zuständigen Behörde. Sinnvoll ist diese Klärung vor der ersten Bestellung, nicht erst nach den ersten Verkäufen.

Für den Einkauf bei RetourenDirekt ändert diese Frage nichts am Ablauf: Privatpersonen und Unternehmen bestellen gleich, die Rechnung erhält jeder korrekt, und nur eine angegebene Umsatzsteuer-Identifikationsnummer wird über VIES geprüft.

Wahl von Ware, Kanal und Arbeitsaufwand

Zwei Warengruppen prägen das Sortiment: ungeöffnete Amazon-Retourenpaletten und neue Shein-Überbestände aus dem Modebereich. Amazon-Retourenpaletten als Warenbestand bringen ein breites Gemisch mit A-, B- und C-Ware sowie dem beschriebenen Überraschungseffekt. Neue Shein-Überbestände auf Palette bestehen aus unverkaufter, ungetragener Mode; der Mix liegt dort bei etwa 40 % Damen-, 25 % Herren- und 20 % Kinderartikeln, der Rest entfällt auf Accessoires und Beauty.

Bei den Kanälen haben Sie die Wahl zwischen drei Grundtypen: Verkaufsplattformen mit festen Abläufen, lokale Kanäle wie Kleinanzeigen und Flohmarkt sowie der eigene Shop. Kleidung verkauft sich erfahrungsgemäß gut auf Modeplattformen, Alltagsartikel auf dem Flohmarkt oder über Kleinanzeigen. Details dazu liefert der Vergleich Kategorien und Verkaufskanäle vergleichen.

Rechnen Sie den Arbeitsaufwand realistisch ein: Pro Palette fallen Sortierung, Zustandsprüfung, Fotos, das Schreiben von Angeboten und der Versand an. Kleidung verlangt zusätzliche Maßangaben, Elektronik eine Funktionsprüfung. Planen Sie für die erste Palette eher Wochen als Tage ein – und Lagerplatz für alles, was nicht sofort einen Käufer findet.

Die ehrliche Mindestrechnung für den Start

Eine Palette enthält bei RetourenDirekt etwa 600 Artikel. Der Einstieg über eine bis fünf Paletten liegt bei einem Netto-Stückpreis von 2,40 €; eine einzelne Palette kostet damit 1.440 € netto, also 1.713,60 € brutto inklusive 19 % Mehrwertsteuer, zzgl. Versand. Das ist die Kapitalgröße, an der Sie Ihren Start spiegeln sollten.

Größere Abnahmemengen senken den Stückpreis gestaffelt: 2,00 € ab 6 Paletten, 1,60 € ab 11 Paletten, 1,20 € ab 21 Paletten und 1,00 € ab einer vollständigen Containerladung – ein Container umfasst 26 Paletten. Für den Einstieg ist diese Staffel allerdings zweitrangig; entscheidend ist, ob eine Palette zu Ihrem Budget, Ihrem Platz und Ihrer Zeit passt. Die genauen Beträge sehen Sie, wenn Sie die aktuellen Netto-Staffelpreise prüfen.

Zur ehrlichen Rechnung gehört auch die Kehrseite: Nicht jeder Artikel verkauft sich sofort, manche brauchen mehrere Anläufe, andere bleiben vorerst liegen. Aussagen über Verdienst oder Erlöse können und wollen wir deshalb nicht treffen. Was Sie steuern können, ist der Einstandspreis pro Artikel – und der steht vor der Bestellung fest. Ob sich das Modell für Sie rechnet, beleuchtet der Beitrag Lohnt sich Retourenhandel?.

Anbieter prüfen und die erste Palette bestellen

An einem seriösen Anbieter erkennen Sie vier Merkmale: ein eigenes Lager mit nachvollziehbarer Herkunft der Ware, korrekte Rechnungen mit ausgewiesener Mehrwertsteuer, transparente Angaben zu Zustandsklassen sowie fest veröffentlichte Staffelpreise statt Gebotsverfahren. RetourenDirekt, eine Marke der Auctum GmbH, erfüllt diese Punkte mit dem eigenen Lager in Schorfheide in Brandenburg, nahe der polnischen Grenze.

Das Unternehmen ist unabhängig von Amazon, Shein, UPS, DHL und GLS – es kauft und lagert selbst und versendet EU-weit. Wer die verfügbaren Warengruppen im Blick behalten will, kann die verfügbaren Warengruppen ansehen und so abwägen, welche Partie zum eigenen Plan passt.

Für die erste Bestellung empfiehlt sich der Weg über die Anleitung zum Palettenkauf Schritt für Schritt: Partie wählen, Bestellung aufgeben, Lieferung innerhalb von 2 bis 5 Werktagen abwarten und beim Auspacken jeden Artikel erfassen – Zustand, Kategorie, geplanter Kanal. Diese erste Bestandsaufnahme ist die Grundlage aller späteren Entscheidungen.

Nächste Schritte: drei Entscheidungen nach dem Lesen

Erste Entscheidung: die Produktwahl. Welche Warengruppe können Sie beschreiben, fotografieren und einschätzen? Der Ratgeber geeignete Reselling-Produkte auswählen führt diese Frage systematisch durch, bevor Geld fließt.

Zweite Entscheidung: die eigene Arbeitsform. Wenn Sie regelmäßig verkaufen wollen, klären Sie die Gewerbeanmeldung und steuerliche Fragen mit einer fachkundigen Stelle. Dritte Entscheidung: die Bestellmenge. Die meisten Einsteiger beginnen bewusst mit einer Palette, weil sie damit Aufwand, Platz und Kapital in einem Rahmen halten, den sie überblicken.

Reselling ist damit ein Modell für Leute, die gern sortieren, beschreiben und verkaufen – und die mit einer ehrlichen Rechnung beginnen statt mit Versprechen. Wenn Kapital, Platz und Zeit bei Ihnen zusammenpassen, steht dem geprüften Einstieg nichts im Weg.

Über den Autor
Ahmad Hadri
Geschäftsführer der Auctum GmbH (RetourenDirekt)

Ahmad Hadri ist Geschäftsführer der Auctum GmbH und betreibt unter der Marke RetourenDirekt den B2B-Handel mit ungefilterten Amazon-Retourenpaletten und neuen Shein-Überbeständen aus dem eigenen Lager in Schorfheide (Brandenburg). Im Ratgeber schreibt er aus der täglichen Praxis von Beschaffung, Sortierung und Versand.

Häufige Fragen

Was ist Reselling?+

Reselling bezeichnet den Ankauf von Ware in gebündelten Partien – etwa Paletten mit Amazon-Retouren oder neuen Mode-Überbeständen – und den Weiterverkauf der einzelnen Artikel über eigene Kanäle wie Marktplätze, Kleinanzeigen oder den Flohmarkt. Der Wiederverkäufer übernimmt Einkauf, Sortierung, Angebot und Versand selbst.

Wie funktioniert Reselling?+

Sie kaufen eine Partie, sortieren und prüfen die enthaltenen Artikel, bieten sie einzeln oder in kleinen Gruppen an und verschicken sie nach dem Verkauf. Die Lieferung einer bestellten Palette erfolgt bei RetourenDirekt innerhalb von 2 bis 5 Werktagen in Deutschland und der EU. Nach jeder Partie werten Sie aus, was sich abgesetzt hat.

Ist Reselling legal?+

Ja, der Ankauf und Weiterverkauf von Ware ist grundsätzlich legal. Der Kauf einer Palette erfordert kein Gewerbe; wer jedoch regelmäßig mit Verkaufsabsicht handelt, muss in der Regel ein Gewerbe anmelden. Das ist eine Pflicht des Wiederverkäufers, nicht des Shops. Verbindliche Details klären Sie sinnvoll mit einem Steuerberater.

Wie viel Kapital braucht der Start mit Reselling?+

Der kleinste Einstieg bei RetourenDirekt ist eine Palette mit etwa 600 Artikeln. Beim Stückpreis von 2,40 € für die Bestellung von einer bis fünf Paletten ergibt das 1.440 € netto beziehungsweise 1.713,60 € brutto inklusive 19 % Mehrwertsteuer, zzgl. Versand. Dazu kommen Lagerplatz und Ihre Arbeitszeit.

Brauche ich ein Gewerbe, um Paletten zu kaufen?+

Nein. RetourenDirekt verkauft EU-weit an Unternehmen und Privatpersonen, der Bestellablauf ist für alle gleich und eine Umsatzsteuer-Identifikationsnummer ist optional. Eine angegebene Nummer wird über VIES geprüft. Erst der regelmäßige Weiterverkauf macht in der Regel eine Gewerbeanmeldung nötig.

Kann ich als Privatperson mitmachen?+

Ja, Privatpersonen können Paletten genauso bestellen wie Unternehmen. Sie sollten nur bedenken: Wer die Ware planmäßig weiterverkauft, handelt damit gewerblich und muss das in der Regel anmelden. Für den gelegentlichen Eigenbedarf oder Versuchseinkauf gilt diese Pflicht nicht.

Jetzt Paletten sichern — ab 1,00 € pro Stück

Transportgeprüfte, ungefilterte Ware, EU-weiter Versand ab Schorfheide, feste B2B-Staffelpreise. Direkt bestellen oder unverbindlich anfragen.

Aktuelle Preisliste per E-Mail erhalten - kostenlos & unverbindlich

Wir senden Ihnen die aktuellen B2B-Preise innerhalb von 24 Stunden.

Weitere Artikel